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Herbst: Zeit für Zwetschgendatschi.

Backschule

Blindbacken

Ein vorgebackener Boden bleibt knusprig, auch unter cremigen oder saftigen Füllungen. So bleibt der Rand stehen und der Boden flach.

Beim Blindbacken wird ein Teigboden – meist Mürbteig – ohne Füllung vorgebacken. Gewichte auf dem Backpapier halten ihn flach und den Rand in Form.

So geht's

  1. Form auskleiden: Den ausgerollten Teig in die gefettete Tarte- oder Springform legen, gut in die Ecken drücken und den Rand formen.

  2. Einstechen und kühlen: Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und die Form 15–20 Minuten kalt stellen.

  3. Beschweren: Backpapier zerknüllen, wieder glätten und auf den Teig legen. Bis zum Rand mit getrockneten Hülsenfrüchten, Reis oder Keramik-Backkugeln füllen.

  4. Vorbacken: Bei 180–190 °C Ober-/Unterhitze etwa 15 Minuten backen.

  5. Fertig backen: Papier mit den Gewichten abnehmen und den Boden weitere 5–10 Minuten backen, bis er hellgolden und trocken ist.

Typische Fehler

  • Rand rutscht ab: Teig war zu warm oder zu wenig beschwert – vorher gut kühlen und die Gewichte bis an den Rand verteilen.

  • Boden wölbt sich: Nicht eingestochen oder nicht beschwert.

  • Boden wird trotzdem matschig: Füllung auf den noch heißen, ungeschützten Boden gegeben.

Tipps

  • Für sehr flüssige Füllungen den heißen Boden mit verquirltem Eiweiß bestreichen und 2 Minuten im Ofen trocknen lassen – das versiegelt ihn.

  • Die Hülsenfrüchte zum Kochen nicht mehr verwenden, aber in einem Glas aufheben: Sie halten viele Blindback-Runden aus.

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