Backschule
Mürbteig
Zart, buttrig, knusprig: Mürbteig für Plätzchen, Tartes und Obstböden. Das Geheimnis heißt kalt und schnell.
Mürbteig lebt von kalter Butter, die in feinen Flöckchen im Teig bleibt. Je weniger er geknetet wird, desto zarter wird er.
So geht's
1-2-3-Regel: 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter, 3 Teile Mehl – zum Beispiel 100 g Zucker, 200 g Butter, 300 g Mehl, dazu ein Ei oder Eigelb und eine Prise Salz.
Kalte Butter: Die Butter direkt aus dem Kühlschrank in Würfeln mit Mehl und Zucker zu Bröseln verreiben (Hände, Teigkarte oder Küchenmaschine).
Zusammenfügen statt kneten: Ei zugeben und alles nur so lange zusammendrücken, bis ein Teig entsteht.
Kühlen: Flach drücken, in Folie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.
Ausrollen: Zwischen zwei Lagen Backpapier oder Frischhaltefolie ausrollen – so klebt nichts und es braucht kein zusätzliches Mehl.
Backen: Meist bei 175–180 °C Ober-/Unterhitze, bis die Ränder hellgolden sind.
Typische Fehler
Zu lange oder mit warmen Händen geknetet: Die Butter schmilzt, der Teig wird zäh, schmierig und schrumpft beim Backen.
Teig bröselt beim Ausrollen: Er ist zu kalt – ein paar Minuten bei Zimmertemperatur liegen lassen. Risse einfach zusammendrücken.
Boden wirft Blasen: Vor dem Backen mit einer Gabel mehrmals einstechen.
Tipps
Puderzucker statt Kristallzucker macht den Teig besonders fein – ideal für Ausstechplätzchen.
Mürbteig lässt sich gut einfrieren oder zwei bis drei Tage im Kühlschrank lagern.
Ausgestochene Plätzchen vor dem Backen 10 Minuten kühlen, dann behalten sie ihre Form.